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Jahr- hundert meinte, und dies war ein Urteil, dem selbst die moderne Forschung gerne bei- pflichtete, schlichtweg als von pornographischem Interesse besessen.

Der Autor übt vor allem Kritik am Verhalten des Mannes und formuliert eine scharfe Ablehnung der von ihm betriebe- nen Täuschung, zu der ihn allein seine egoistische Denkweise getrieben hat, wofür er jedoch am Ende angemessen bestraft wird.

Es gilt aber doch erheblich zu differenzieren, was die neuere Forschung noch nicht hat wahrnehmen wollen. Er gibt damit noch einmal zu erkennen, wie wenig Achtung er für die junge und unschuldige Frau besitzt, die ihm offensichtlich nur als sexuelles Objekt Ian Frederick Moulton: Before Pornography, S.

Allerdings muss er dann nur zu schnell realisieren, dass allein seine jetzige Frau im Grunde seinem Vorurteil vom weiblichen Geschlecht entspricht, während die Hirtentochter für ihn eine glückserfüllte und ehrenvolle Ehe bedeutet hätte.

Die zweite Frau, die zwei Jahre lang sogar die eigenen sexuellen Eskapaden mit dem Knecht ihres Vaters zu verbergen vermocht hatte und jetzt erstaunlicherweise sogar stolz darauf ist, dieses Geheimnis so lange und gut verheimlicht zu haben, verdammt er hingegen sehr deutlich.

Weiterhin, um es noch einmal zu betonen, erscheint der junge Mann überhaupt nicht in einem guten Licht, betrügt er ja die Tochter des Hirten auf sehr hinterhältige Art und ganz systematisch, indem er eine Bedingung stellt, die sie als Frau jedenfalls nach seiner Meinung unmöglich erfüllen kann, überlässt dann aber seinem Vater völlig die Entscheidungsgewalt darüber, wen er selbst als seine Braut ins eigene Heim zu führen wünscht S.

Der Erzähler unterstützt jedoch keineswegs das völlig eigennützige Vorgehen seines männlichen Helden und zeigt vielmehr auf, welches Ergebnis sein missbräuchliches Verhalten gegenüber der Hirtentochter für ihn selbst zeitigt.

Lynne Tatlock, ; vgl. Die deutsche Schwankliteratur wird aber weder hier noch dort konsultiert Barbara Becker-Cantarino: Der lange Weg zur Mündigkeit, S.

So schon Dagmar Lorenz: Vom Kloster zur Küche, S. Damit meint er konkret, die Geliebte rücksichtslos zu entführen und sie zur Ehe zu zwingen, aber mit seinen Wünschen vermag er sich eben nicht so einfach durchzusetzen, obwohl seine Eltern und alle Freunde sich nach Breisach begeben und dort für ihn um die Jungfrau werben.

Ihre Eltern sträuben sich aber, glauben sie ja, wegen der Schönheit und Tugend ihrer Tochter dieser eine viel bessere, nämlich adlige Partie, verschaffen zu können.

Sie lehnen daher die Werbung mit der Ausrede ab, ihre Tochter sei noch zu jung. Jahrhundert, ; id. Welches Interesse oder welche Wünsche beherrschten wirk- lich diesen Werber?

Seine Intentionen scheinen sehr materiell ausgerichtet zu sein, kümmert er sich ja gar nicht darum, was die Angebetete eventuell zu seinem Antrag zu sagen haben mag.

Bei der Ablehnung durch die Eltern überlegt er sich sogleich, mit Gewalt Besitz von der Jungfrau zu ergreifen, nimmt dann davon aber nur deswegen Abstand, weil er Angst vor den strafrechtlichen Folgen hat.

Andernfalls wäre er sofort bereit, sie zu entführen und sozusagen als seinen Besitz zu bezeichnen. Natürlich musste diese drastische Darstellung puritanische Kritiker von Montanus sowohl im Gewiss spricht er unverfroren vom männlichen Ge- schlechtsorgan, umschreibt es aber zunächst einmal mit eher humorvollen, sogar pejorati- ven Bezeichnungen.

Weiterhin vermittelt er einen insgesamt sehr negativen Eindruck von diesem jungen Mann, der sein ganzes Leben nur auf sich selbst bezogen sieht und mit aller Gewalt seine erotischen Wünsche erfüllt bekommen möchte.

Aber seine absurde Reaktion auf die unweigerliche Ablehnung am Ende gibt doch zu erkennen, dass seine Absicht allein darin bestanden hatte, die junge Frau sexuell zu erobern.

Matteo Bandello: La terza parte de le novelle, S. Zu Bandello siehe N. Sapegno: Bandello, Matteo, S. Es scheint mir fraglich, ob Bolte wirklich den Text von Bandello kannte.

Auch wenn der Erzähler nur sehr knapp die bedrängte Tochter des Ehepaars in Breisach zu Worte kommen lässt, erweist sich die scharfe Kritik an dem ungestümen und eigentlich schon brutalen Werben des Liebhabers als unverkennbar.

Die junge Frau versteht sofort, wie wenig diesem Mann zu trauen ist, der sich fast gewalttätig um ihre Hand bemüht. Für ihn gilt jedoch dieser Korb als zutiefste Verletzung und Beleidigung, weswe- gen er in seiner Hilflosigkeit zur eigenen Körperverstümmelung greift, denn nur dort vermag er seine Frustration und Wut effektiv auszutragen.

Wie Montanus damit anzu- deuten scheint, zeigt sich damit dieser männliche Charakter als absolut gewaltbereit und hätte dies, falls es ihm gelungen wäre, die junge Frau selbst gegen ihren eigenen Willen zu heiraten, sofort an ihr selbst spüren lassen.

Die oftmals in der feministischen Forschung angesprochene patriarchalische Zäh- mung der unabhängigen oder zumindest eigenständigen Frau findet hier eben nicht statt, denn die Eltern gewähren ihr einen wichtigen Freiraum, in dem sie ihre eigene Ent- scheidung hinsichtlich des Ehepartners treffen kann, während der ungestüme, gerade nicht vertrauenswürdige Werber eine klare Absage bekommt und dann durch seine darauf folgende Handlung verrät, von welchen Intentionen er wirklich beherrscht war.

Fremdka- stration, mitunter sogar von nachfolgender Anthropomorphisierung des männlichen Genitals die Rede ist, kaum seinesgleichen findet.

Es handelt sich auch nicht um Bestrafung eines Ehebrechers, denn der junge Mann attackiert ja sich selbst, und dies, weil ihn so die Wut Monika Jonas: Idealisierung und Dämonisierung, S.

Monta- nus taucht jedenfalls bei Jonas nicht auf. Montanus also vorzuwerfen, einem sexuellen oder gar obszönen Anliegen zu frönen, wie man es selbst noch in modernen Nachschlagewerken liest, verkennt die seinen Schwänken oft zugrundeliegenden Themenstellungen und aufgeworfenen kriti- schen Fragen gerade zum unausgewogenen, ungerechten und gewalttätigen Geschlechter- verhältnis.

Er steht hierbei manchmal recht überraschend auf einer ganz anderen Seite, als man es von einem Schwankautoren des Jahrhunderts erwarten würde. Herein lies the main difference between men Die bisherige Forschung zur Priapeia-Literatur scheint dieses erstaunliche Beispiel von Montanus übersehen zu haben.

Siehe Gerd Dicke: Mären-Priapeia, S. Siehe auch Peter Strohschneider: Der tuorney von dem czers, S. In Bezug auf die Selbst- kastrierung im Nonnenturnier betont er ganz zu Recht, S.

Was abgeschnitten und verdrängt wurde, kehrt hinterrücks im Zentrum der Zivilisation, das ist das Kloster, wieder und macht diesen Ort striktesten Reglements und dichtester Ordnung — vorübergehend — zu einem des chaotischen Wilden.

Seine Reaktion darauf zeigt aber an, dass er zum cholerischen Temperament neigt und eine starke Tendenz zur Gewaltbereitschaft zeigt, wogegen sie sich offensichtlich nicht zu wehren vermag.

Möchte man z. Zahllose Liedflugschriften des Jahrhunderts bieten parallele Beispiele, siehe z. Siehe dazu Franz Brietzmann: Die böse Frau in der deutschen Literatur des Mittelalters, Gerechtigkeitshalber muss auch erwähnt werden, dass Montanus ganz andere Töne anschlagen konnte und auch Ehemänner wegen ihres Versagens zu Hause, ihrer mangelhaften Moral oder ihres unehrlichen und kriminel- len Charakters anzugreifen bereit war, siehe z.

Die Behauptung Boltes Hg. Dieser Schwank ist leider zu umfangreich, um an dieser Stelle genauer diskutiert zu werden, er enthält aber eine Fülle an faszinierenden Erzählmotiven und -themen, die ein sehr komplexes Licht auf die Ehebeziehung, auf den Generationskonflikt und die Geschlechtsidentität wirft.

Die Magd, die zur Zeugin dieser Prügelei wird, erzählt dem Knecht ebenso davon, beharrt aber auf der gleichen Meinung wie ihre Herrin und die Frau des Korbmachers, wofür sie prompt ihre eigene Schläge einstecken muss.

Dass hier der patriarcha- lischen Vorstellung unbedingt Vorschub geleistet wird, bedarf keiner besonderen Aus- legung, aber verdient diese Stelle nicht zugleich auch der Beachtung, wie sehr diese törichten Ehemänner allein wegen des Widerspruchs der Frauen so heftig mit Gewalt reagieren?

Nicht, dass Montanus dies kritisieren wollte, ermuntert er ja sein männliches Publikum gerade dazu, ihre Ehefrauen rücksichtslos zu knebeln und unterwürfig zu machen, aber der erzählerische Rahmen indiziert trotzdem, wie viel Angst auf Seiten der Männer besteht, nicht ihren Willen durchsetzen zu können, weswegen sie sofort zu einem Prügelstock greifen.

Der Schwank würde auch im Jahrhundert nicht viel Sinn er- geben, wenn die soziale Stellung von Ehemännern tatsächlich so fest und stabil gewesen wäre, dass für ihre Frauen keinerlei Freiraum mehr bestand.

Wie bei allen solchen Geschichten tritt jedoch eines Tages die entscheidende Störung ein — und um mehr handelt es sich am Ende wahrlich nicht! Sie behauptet ganz unverfroren, ihr Kind sei in Ohnmacht gefallen, was der zufällig aufgerauchte Mönch sofort als eine Gefahr oder Krankheit, die von Würmern verursacht werde, erkannt habe.

Zwar sei in diesem Fall für die Heilung die Anwesenheit des Vaters sehr wichtig, aber weil dieser nicht auffindbar gewesen sei, habe sich der Mönch für diese Arbeit der Beschwörung sogleich gewinnen lassen, was die verschlossene Tür ausreichend erklären würde.

Die einzelnen Schritte in der Beschwörung bedürfen hier nicht der sorgfältigen Analyse, entscheidend ist vielmehr, wie gut es der Ehebrecherin gelingt, ihrem Mann von vornherein jegliches Misstrauen auszutreiben und sich ihm dabei als intellektuell hoch überlegen erweist, insoweit als sie ihn völlig für ihre eigenen Zwecke zu manipulieren versteht.

Aber genau solche von Montanus und vielen seiner Zeitgenossen kolportierten Vorurteile unterstreichen doch auch angstbesetzte Vorstel- lungen und geben deutlich zu erkennen, wie besorgt Männer im Jahrhundert ihre eigene Position innerhalb des Geschlechterverhältnisses betrachteten, so als ob diese tatsächlich ernsthaft gefährdet gewesen wäre.

Gerade weil das hier gestaltete Erzählmotiv so ungemein beliebt gewesen ist und intensiv in der gesamten europäischen narrativen Literatur des Spätmittelalters und der Frühneuzeit verfolgt wurde, dient der von Montanus entwickelte, jedoch indirekt von Boccaccio übernommene Stoff ausgezeichnet als Beleg für die zugrundeliegende Denk- weise bzw.

Darnach wissend euch zu richten, damit sich ewere wort mit den meinen vergleichen, unnd las- sendt nur mich mit den sachen umbgehn!

Misogynie entsteht ja nicht im luftleeren Raum, sondern reflektiert Angstzustände, Unsicherheiten seitens des Mannes und entsprechende Machtkämpfe sowohl im Privatleben als auch in der Öffentlichkeit.

Jahrhunderts im thüringischen Raum auf der Grundlage einer weit bis ins hohe Mittelalter zurückreichenden Tradition Petrus Alphonsi, Disciplina Clericalis, ca.

Deswegen schaut er eben nicht hinter den Vorhang und lässt sich sogar von seiner Frau als Teil des vermeintlichen Spiels den Kopf verhüllen, was dem Liebhaber die Chance gibt, sich heimlich zu entfernen.

Zitiert nach von der Hagen, Gesammtabenteu- er, Bd. Französische und deutsche Dichter des Was solt er aber darzu sagen oder thuon?

Selbstverständlich geht es Montanus keineswegs darum, eventuell den Ehebruch zu idealisieren, weit gefehlt, aber das zentrale Interesse beruht doch darauf, wie intelligent diese junge Frau in dieser schwierigen Lage vorgeht und sowohl sich selbst als auch ihren Geliebten vor der sehr möglichen Entdeckung durch ihren alten, offensichtlich impotenten Ehemann schützt — ein sehr beliebtes Erzählmotiv in der gesamten Literatur des Spätmittelalters und der Frühneuzeit.

Dies gilt gleichermassen für das Fastnachtspiel wie für den heuti- gen obszönen Wortschatz. Siehe dort den Kommentar mit Hinweisen auf weitere Parallel-Erzäh- lungen, S.

Jahrhunderts zu. In seinem mörderischen Wahnsinn geht er dann sogar zu seinem zweiten Kind, das noch in der Wiege liegt und ihn freudig anlacht, und bringt es ebenfalls mit dem Messer um, wofür er später hingerichtet wird.

Aber im Licht unserer obigen Beobachtung ergibt sich die bemerkenswerte Kon- stellation, dass die jungen Kaufleute als eifersüchtige Verbrecher auftreten, deren mora- lischer Charakter als höchst mangelhaft erscheint, während ihre Schwester treu sich ihrer Liebe ungeachtet des sozialen Unterschieds widmet und nach dem Tod von Lorentz endlich selbst aus Kummer stirbt.

Man fragt sich, ob Montanus mögli- cherweise die eigentliche Zielrichtung, wie sie von Boccaccio vorgegeben war, überse- hen hat, denn die Kritik richtet sich ja ingesamt gegen die Brüder und ihren falschen Standesdünkel, während die junge Frau als eine bewundernswürdige Idealfigur her- vorragt, die mitsamt ihrem Geliebten zum Opfer törichter männlicher Machenschaften Siehe dazu die Beiträge in: Geld im Mittelalter, hg.

Darmstadt April vor, siehe dazu Bolte, Hg. Auf den Widerspruch zwischen dem Titel und der eigentlichen Mordtat erstechen vs.

Ein reicher aber überaus eifersüchtiger Kaufmann heiratet und zwingt seine Ehefrau, sich ihm völlig zu unterwerfen, von allen öffentlichen Vergnügungen fernzubleiben und sich noch nicht einmal dem Fenster zu nähern, damit sie von allen erotischen Versuchungen ver- schont bleibt.

Der Erzähler geht so weit, die Behandlung seiner Frau mit der eines zum Tode Verurteilten zu vergleichen S. Sie beginnt sich aber dagegen aufzulehnen, obwohl ihr kaum Möglichkeiten dafür zur Verfügung stehen, kontrolliert er sie ja so streng, dass sie noch nicht einmal einen Schritt aus dem Haus machen darf.

Noch wichtiger aber erweist sich ihre Fähigkeit, mittels sprachlicher Strategien und höchst intelligenter Planungen ihrem Mann gründlich einen Strich durch die Rechnung zu machen, denn zur Weih- nachtszeit muss sie auch gegen seinen Willen zur Kirche gehen um zu beichten.

Er glaubt jedoch, klüger und vorausschauender als sie zu sein, verkleidet sich als Priester und schlüpft in den Beichtstuhl in der Hoffnung, sie würde ihn nicht erkennen.

Die Tatsache selbst, dass dieser Rollentausch vom Kaplan genehmigt wird, erweist sich ebenfalls als radikale Kirchenkritik, ohne dass wir diese hier weiter verfolgen müssten.

Entscheidend ist vielmehr, dass sie dem vermeintlichen Beichtvater von einer Liebesaffäre berichtet, die sie mit einem Priester pflegt, dem auf magische Weise alle Türen offenständen.

Sie hält ihm also bereits hier direkt vor Augen, wie ungerecht und brutal er sich ihr gegenüber verhält, aber er achtet nicht auf diesen Hinweis.

Statt dessen bemüht er sich, diesen Liebhaber zu erwischen und schwer zu bestrafen, behauptet deswegen, auf Reisen zu gehen, versteckt sich aber heimlich im Haus, um den Ehebrecher zu ergreifen, der aber zu seiner tiefen Enttäuschung — an sich müsste es natürlich Erleichterung sein — niemals eintrifft.

Jeden- falls nicht der, den er vermutet, hat sie ihm ja mit der ganzen Geschichte einen mächtigen Bären aufgebunden.

Dafür schickt er einen jungen Schüler zu ihr, der sich danach erkundigen solle, ob dieser Priester immer noch zu ihr käme.

Das Katz- und Maus-Spiel setzt sich noch auf lange Zeit fort, ohne dass der eifersüchtige Ehemann an sein Ziel gelangte, während sie sich an dem erotischen Stelldichein mit dem Studenten erfreut.

Er selbst sei der geheimnisvolle Priester gewesen, der alle Türen öffnen konnte und bei seiner Frau liegen durfte. Natürlich kommt hier gar nicht mehr zur Sprache, dass sie ihn ja gerade wegen seiner Verfolgungssucht betrogen hat, indem sie den Studenten zu sich eingeladen hatte.

Aber die Schuld liegt doch bei ihm bzw. A cura di Vittore Branca, , S. Branca, S. Barbara Zandriono: La luna per lo sole, S. Es handelt sich nicht um irgendeine sexuelle Handlung oder Absicht, vielmehr ergibt sich die Situation allein deswegen, weil er wohl die Hose nicht fest genug zu- geknöpft hat.

Eine adlige Witwe, die sich ebenfalls im Wirtshaus aufhält, wird Zeugin davon, ohne zu verstehen, was bei dem jungen Mann passiert ist, vielmehr geht sie davon aus, dass er offensichtlich zwei Geschlechtsteile besitzen müsse.

Montanus hat offensichtlich beträchtliches Vergnügen daran, den Blick des Publi- kums immer wieder konkret auf den Körper des Mannes zu lenken und nur dünn verhüllt dessen Glied konkret zu umschreiben.

Diese Komik erschöpft sich jedoch nicht darin, wenngleich sie in wirklich bemerkenswerter Weise globale Thesen von Kulturhistorikern wie Norbert Elias bezüglich der Entwicklung von Schamvorstellungen in der Frühneuzeit unterläuft und zur erheblichen Revision zwingt, denn natürlich schämt er sich, aber weder der Erzähler noch sein Publikum kümmern sich darum, wie der sexuelle Humor signalisiert.

Kunsthistoriker vor Augen geführt haben, ganz abgesehen von der spirituellen Bedeutung des nackten Kör- pers.

Jahrhundert, von früheren ganz zu schweigen — siehe z. Wolframs von Eschenbach Parzival ca. Selbst mystische AutorInnen wir die Wiener Begine Agnes Blannbekin gest.

Sie lädt ihn deswegen zu sich und fordert ihn zum Geschlechtsverkehr auf, vor allem nach- dem sie von ihm die Bestätigung gefordert hat, dass er tatsächlich mit zwei dieser Organe ausgestattet sei.

Sie bezweifelt zu Recht die von Stempel formulierte Annahme, durch den literarischen Tabubruch sei indirekt geradezu Kritik an solcher Darstellungsweise intendiert gewesen, indem die Texte didaktische Strategien verfolgten.

Dazu Heidemann, S. Wolf-Dietrich Stempel: Mittelalterliche Obszönität, S. Das Vorgehen Schumanns in seinen Werken wird man z.

Aber insgesamt greift man zu kurz, im Kontext von Schwank- literatur angesichts von den Tabubruch herbeiführenden Elementen nur von Provokation zu sprechen.

Sie besitzen zugleich aufklärerische, erkenntnisvermittelnde Funktionen hinsichtlich der menschlichen Existenz schlechthin.

Moralische Proteste gegen Schumann oder Kirchhof, wie wir noch unten sehen werden, besitzen stets tieferliegende Gründe und rühren von einem Unbehagen bzw.

Selbst wenn ein Schwank explizit auf sexuelle Aspekte eingeht, hängt die Bewertung immer noch davon ab, mit welcher Intention dies verfolgt wird.

Drei Bäuerinnen vergnügen sich nach einem Markttag, auf dem sie allerlei Tiere verkauft haben, in einem Wirtshaus, übernehmen sich dabei aber kräftig und können die Zeche nicht bezahlen.

Der gutmütige Wirt bedenkt sich die Sache nur kurz und macht ihnen das Angebot, wenn sie jeweils ein Rätsel überzeugend lösen, sie schuldfrei gehen zu lassen.

Jedesmal gibt ihm eine der Frauen schlagfertig eine Antwort, auf die er immer lachend reagiert und ihnen den Erfolg zugesteht.

Die dritte Frau erwidert z. Ob die Antwort der ersten Frau eventuell sogar oralen Sex impliziert, wage ich gar nicht mehr zu erwägen.

Im Epimythion betont er zwar, dass dieses Beispiel dazu dienen sollte, sich nicht zu viel vorzunehmen oder seine eigenen Kräfte zu überschätzen, aber Schumann entwickelt diesen Gedanken nur noch nebenbei, womit die Pornographie — und darum handelt es sich hier fast nur — wirklich das Übergewicht einnimmt.

Insoweit als Montanus explizit auf die traditionell männliche Vorstellung von der sexuell unerschöpflichen Frau zurückgreift, die noch jeden Mann an den Rand seiner Gesundheit treiben kann, diese aber zugleich als eine ignorante und naive Person hinstellt Wegkürzer, Nr.

Damit entwickelt sich diese Erzählung zu einem bemerkenswerten Forum sowohl von männ- licher Angst vor unersättlicher weiblicher Sexualbegierde als auch zu einem literarischen Ausdruck von männlichem Eroberungswillen, der vor keinem Täuschungsmanöver oder vor jeglichen Lügen zurückschreckt.

Daher stellt er ihnen die Aufgabe, mit drei Eiern die profitabelste In- vestition vorzunehmen, um sich als würdig für die Verheiratung zu beweisen.

Natürlich bestätigt dieser Schwank ebenfalls aus der Sicht des Erzählers, wie begierig Frauen darauf aus seien, mit Männern Geschlechtsverkehr zu treiben, und wir wären erneut gezwungen, die These zu akzeptieren, hier spreche ein durch und durch misogyner Autor.

Sie zieht aber ohne Zweifel die Lacher auf ihre Seite, weil sie nicht nur ein numerisches Kunststück bewerkstelligt, sondern zugleich in beeindruckender Weise die symbolische Bedeutung von Eiern für ihre Strategie einsetzt, indem sie darauf anspielt, dass sie sowohl für das männliche Sexualorgan als auch Fruchtbarkeit schlechthin einstehen können.

Sie meint damit nur den Arbeitsbereich, während er sofort die Möglichkeit erblickt, den Auftrag an sich anders auszulegen, nämlich so wörtlich wie nur möglich.

Er erkennt jedoch sofort die Doppeldeutig- keit und greift deswegen auf diese Möglichkeit zurück, ganz straflos mit der jungen Frau so lange zu schlafen, bis sie schwanger geworden ist.

Wir sind eingeladen, über diese unerwartete Wendung in der Erzählung zu lachen, denn er hat sich, jedenfalls aus seiner männlichen Sicht, als gewandter Mensch bewiesen, der nur zu gut versteht, wie Metaphern zwar wirklich gemeint sein können, dass man sich aber bei ihnen genauso gut, wenn man böswillig oder vermeintlich naiv ist — für eine Fülle an Kombinationen von beidem siehe die Schwänke von Till Eulenspiegel — , schlicht auf die ihnen zugrundeliegende konkrete Aussage zurückgreifen und die sich daraus ergebende Situation für sich selbst ausnutzen kann.

Der Edelmann erweist sich zweifellos aus unserer Sicht als gehässig, hinterhältig und als Mensch, der gewissenlos die ihm anvertraute Magd missbraucht, aber der Autor beabsichtigt gar nicht, ein ethi- sches oder moralisches Urteil zu fällen, sondern strebt eigentlich nur an, die Ambivalenz und Zweideutigkeit der menschlichen Sprache zu exemplifizieren.

Dieses Beispiel belegt folglich noch einmal, dass Montanus zwar ganz bewusst auf sexuelle Themen zurückgreift und leicht die Grenze zur Pornographie überschreitet, wie es noch stärker bei Lindener siehe unten oder Valentin Schumann wahrzunehmen ist, dass er aber im Grunde gar nicht darauf abzielt, das Sexuelle an sich zu thematisieren und speziell die erotische Phantasie seines männlichen Publikums anzuregen.

Der Witz dieses Schwanks beruht ja gerade darauf, dass er zwar vordergründig auf diese Ebene abzuhe- ben scheint, bei genauerer Betrachtung aber darauf angelegt ist, die Problematik der menschlichen Ausdrucksfähigkeit kritisch zu durchleuchten, wenn Metaphern oder andere rhetorische Elemente zum Einsatz kommen, was bemerkenswerter Weise in dieser Erzählung ganz unabhängig vom sozialen Stand des Sprechers der Fall zu sein scheint.

Nicht zu übersehen wäre zugleich, dass sich der Sprachreichtum des Schwankautors nicht auf den Bereich des Sexuellen beschränkt, sondern auch in allen möglichen Lebens- situationen zu greifen vermag.

Als sich ihm am Ende der Feierlichkeiten genau diese Gelegenheit rein zufällig bietet, wie er naiv annimmt, befolgt er diesen nur übertragen verstandenen Rat konkret und entführt die junge Frau zu sich nach Hause.

Auch wenn diese sprichwörtliche Formulierung nicht völlig originär zu sein scheint, taucht sie ja etwa gleichartig auch in der Zimmernschen Chronik entstanden seit auf, beweist doch Montanus damit, dass ihm das Sexuelle gar nicht vordring- liches Anliegen war.

Vielmehr demonstriert er, wie man mittels der Sprache die Welt kritisch erfassen und sich lebendig und treffend zugleich über sie ausdrücken kann.

Wieso die Umsetzung von Boccaccios Werken seitens eines deutschen Autors im Jahrhundert eine negative Beurteilung rechtfertigen soll, während doch genau das Gegenteil der Fall sein müsste, bleibt mir völlig unerklärlich.

Die Romantheorie hat diese Möglichkeit stets ins Auge gefasst. Also ebenda : Jeder Roman ist eine Masse von Begebenheiten und Personen. In einem solchen Werk kann entweder eine Person oder eine Begebenheit das Haupt- werk sein.

Ich greife im Folgenden einige dieser Klassifizierungen auf. Hier differenziert M UIR allerdings noch weiter. Wobei die Figur unverändert bleiben kann — wie z.

Hier wird nicht ei- ne Figur mit der Gesellschaft in der ganzen Vielfalt und Gegensätzlich- keit ihrer Erscheinungsformen konfrontiert, sondern hier prallen mehre- re Figuren — und in diesen Figuren unterschiedliche Mentalitäten, unter- schiedliche Wertvorstellungen etc.

Gezeigt werden kann ein Prozess gesellschaftlichen Verfalls oder ein Pro- zess geschichtlichen Umbruchs. Aber das ist das Problem al- ler Typologien.

Im Übrigen be- darf diese Typologie keiner weiteren Erörterung. Auch sie ist auf den Spielfilm übertragbar. Auch unter dem Aspekt der Handlung gilt mit- hin, dass der Spielfilm sich das ganze Spektrum der Möglichkeiten, über die Roman und Drama bzw.

Theater bei der Gestaltung der Handlung verfügen, zunutze macht. Daher zunächst ein Überblick über die einschlägigen Katego- rien der Dramen-Analyse.

Ein Ganzes ist, was Anfang, Mitte und Ende hat. Ein Anfang ist, was selbst nicht notwendigerweise auf etwas anderes folgt, nach dem jedoch natürlicherweise etwas anderes eintritt oder entsteht.

Ein Ende ist umgekehrt, was selbst natürlicherweise auf etwas an- deres folgt, und zwar notwendigerweise oder in der Regel, während nach ihm nichts anderes mehr eintritt.

Eine Mitte ist, was sowohl selbst auf et- was anders folgt als auch etwas anderes nach sich zieht. Ein weiterer Begriff, den Aristoteles in diesem Zusammenhang einführt, ist der der Peripetie gr.

Gemeint sind: 1 die Theorie der notwendigen Handlungsteile, wobei sich im Jahr- hundert ein Fünf-Phasen-Schema und in dessen Konsequenz die in der Neuzeit gängige Gliederung eines Dramas in fünf Akte durchsetzt.

In der heute gebräuchlichen Terminologie, die im Wesentlichen dem Gemeint ist in einem weiteren Sinne die wechselseitige Bedingtheit aller Elemente der Dramenhandlung.

Diese beiden Be- griffe, die auf den Schriftsteller Dramatiker und Novellisten Otto L UDWIG zurückgehen vgl.

Das Potential an Figuren, Ereignissen und Situatio- nen, Räumen etc. Hier werden die Elemente in einen Sinn- zusammenhang gebracht. Gemeint ist hier nicht in erster Linie Spannung als notwendiges Moment des Rezeptionsprozesses, sondern Spannung als immanentes Strukturprinzip der dramatischen Hand- lung.

Dazu tragen auch Anspielungen und Vorausdeutungen bei. Die einzelnen Figuren haben also in der Regel einen unterschiedlichen Wissensstand, der sie zu unterschiedlichen Beurteilun- gen von Situationen führt und entsprechend ihre Entscheidungen und Handlungen Aktionen bedingt.

Andere Drehbuchautoren übernehmen dieses Schema unhinterfragt z. H ANT , S EEGER a. Und in der Tat ist Vorsicht geboten. Selznick; Regie: Victor Fleming u.

Die ausgedehnte Handlung dieses Filmes entfaltet sich in fünf Phasen, die deutlich voneinander abgesetzt sind; diese Phasen sind jeweils durch die Einheit der Zeit und des Raumes charakterisiert und sind durch Zeitintervalle von einander getrennt.

Aber es han- delt sich eben um Ausnahmen. Dazu ein Beispiel aus der jüngeren Filmgeschichte: Mike Newells F OUR W EDDINGS AN A F UNERAL V IER H OCHZEITEN UND EIN T ODESFALL aus dem Jahre Der Titel des Films nennt bereits die fünf Stationen der Handlung, eben vier Hochzeiten und ein Leichenbegängnis, wobei das Leichenbegängnis als Station 4 zwischen die drit- te und vierte Hochzeit eingeschoben ist.

Und obwohl Carrie Charles ihren Verlobten Hamish vorstellt, landen die beiden wieder in einem Bett. Aber eben nur eine scheinbare, denn die Situation ist damit nicht eigentlich bereinigt.

Erst vor dem Traualtar ringt Charles sich, mit Hilfe seines taubstummen Bruders, dazu durch, Henrietta das Ja-Wort zu verweigern, da er eine andere liebe.

Von Henrietta k. Beispiel 9 ist ein längerer Ausschnitt aus G ONE WITH THE W IND, ein Beispiel für die Exposition und die Entfaltung der Filmhand- lung.

Sequenz 1 der insgesamt elf Sequenzen, die hier im Hinblick auf die Entfaltung der Filmhandlung betrachtet werden sollen, besteht aus elf Einstellungen.

Eine Ortsansage und zugleich heiterer Auftakt der folgenden Szene, die etwas von der unbeschwerten Stimmung der scheinbar so glücklichen Tage im amerikanischen Süden vor Ausbruch des Bürgerkriegs vermitteln soll.

Die Überleitung zur zweiten Ein- stellung erfolgt durch Überblendung. Diese zweite Einstellung ist eine längere Planse- quenz.

Wir sehen, in einer Halbtotalen, auf der Terrasse von Tara, Scarlett im Gespräch mit zweien ihrer Verehrer. Genauer: Scarlett selbst ist zunächst noch nicht zu sehen; sie wird vielmehr von einem der beiden jungen Männer verdeckt.

Die lockere Verknüpfung mit der vorausgehenden Einstellung ist dadurch hergestellt, dass der schwarze Junge zu Beginn der Einstellung von links nach rechts durch das Bild läuft.

Gesprächsthema: der drohende Bürgerkrieg und die naive Kriegsbegeisterung der beiden jungen Männer. Als Scarlett, die von dem ewigen Gerede über den bevorstehenden Krieg genug hat, aufsteht und, von ihren Verehrern verfolgt, die Terrasse verlassen will, ändert der Bildausschnitt sich erneut, indem die halbnahe Einstellung in eine Halbtotale übergeführt wird.

Wir sehen Scarlett wieder zwi- schen ihren Verehrern, wieder in einer Nahaufnahme. D ELEUZE Sequenz 1 weist im Übrigen durchaus komödiantische Züge auf — wie die gan- ze erste Handlungsphase des Films.

Die folgenden Sequenzen 2—5 dienen der weiteren Entfaltung der Exposition. Sequenz 3 — 13 Einstellungen —, die aus der vorhergehenden wieder durch Überblen- dung hervorgeht, zeigt Scarletts Begegnung mit ihrem Vater.

Wir erfahren etwas über diese Figur und über das Verhältnis zwischen Vater und Tochter. Dazu ertönt eines der musikalischen Leitmotive des Films.

Ein Detail noch. Der Übergang zu Sequenz 4 erfolgt, nach dem pathetischen Schlusstableau der dritten Sequenz, wieder durch Überblendung.

Sie kehrt — es ist bereits Abend — von der Krankenpflege zurück. Sie hat einer jungen Frau, einer schwarzen Sklavin, bei der Ge- burt ihres unehelichen — und tot geborenen — Kindes Beistand geleistet.

Wir sehen sie in einem kurzen Gespräch mit dem Aufseher, dem Vater des Kindes. Weiter ausgeführt wird in dieser Sequenz auch das Bild der schwarzen Mammie, die schon in der ersten Sequenz zu sehen war; sie ist die prototypische Verkörperung um nicht zu sagen: das Klischee der Südstaaten-Mammie.

Diese Se- quenz besteht aus drei Einstelllungen. Zunächst eine Halbtotale: die Familie — im Hin- tergrund die schwarze Dienerschaft — zum Gruppenbild arrangiert.

Dann ein Kame- raschwenk von links nach rechts, der — in einer Nah- bzw. Die Exposition ist damit abgeschlossen. Zwischen der fünften und der folgenden sechsten Sequenz liegt ein zeitliches Inter- vall.

Die Mammie hilft Scarlett beim Ankleiden. Im Mittel- punkt des Gesprächs steht zwangsläufig Ashley — die Mammie hat Scarletts Absichten offensichtlich durchschaut.

Es folgt der Aufbruch nach Twelf Oaks. Wieder eine Überblendung: Szenenwechsel nach Twelf Oaks. Sequenz 7: Ankunft der Gäste.

Dort kommt es zur — längst vorbereiteten — Begegnung Scarletts mit Ashley, den Scarlett um eine Unterredung bittet, da sie ihm etwas Wich- tiges zu sagen habe.

Ashley: Auch er habe ihr etwas Wichtiges mitzuteilen. Bevor es zu der Unterredung kommen kann, tritt Melanie hinzu. Doch dann erfolgt, wieder signifikant, die Auflösung der Symmetrie: Ashley tritt hinter Melanie und legt ihr einen Schal um Die Gruppe löst sich auf, als Melanies Bruder Charles Ha- milton hinzutritt, mit dem Scarlett demonstrativ zu flirten beginnt.

Dieses Spiel setzt sie im Folgenden fort, indem sie sich, nicht weniger demonstrativ und aufgesetzt, anderen jungen Männern zuwendet, die sie allerdings durchweg auflaufen lassen Damit endet die Sequenz.

Eine Überblendung leitet über zur folgenden achten Sequenz. Sequenz 8 konzentriert sich auf drei Figuren: Ashley und Melanie einerseits, Scarlett andererseits.

Rhett But- ler, der Vierte in dieser Konstellation, ist als Figur zwar bereits eingeführt; seine Rolle in der Handlung ist aber noch nicht genau definiert und das Gleiche gilt für Charles Hamilton.

Zunächst also Ashley und Melanie. Wir sehen sie im gedämpften Licht eines Innenraumes, silhouettenartig vor der Tür zur Terrasse — eines der zahlreichen tableau- artigen, sorgfältig arrangierten Bilder dieses Films, in dem nichts dem Zufall überlassen ist.

Sie öffnen die Tür und betreten die Terrasse. Und wieder ergibt sich eines dieser genau arrangierten Bilder: im Vordergrund Ashley und Melanie vor der Brüstung der Terras- se, im Hintergrund der Garten mit den Gästen.

Durch den Dialog wird diese Szene mit dem pathetischen Bild verknüpft, das, am Ende der dritten Sequenz, Scarlett und ihren Vater als schwarze Silhouetten vor dem abendlichen Himmel mit dem Blick auf Tara gezeigt hatte; nur dass in der Szene Ashley — Melanie das Pathos dem Sentiment ge- wichen ist.

Es ist mehr als nur ein Haus. Es ist eine ganze Welt, die nur schön und anmutig ist. Bis in den Tod.

Scarlett erstarrt für einen Augenblick in ihrer Pose; sie überhört die Liebeserklärung Charles Hamiltons Wir sehen Scarlett und ihre Schwestern im Ruheraum, von der Mammie umsorgt.

Die Schwestern ziehen Scarlett Ashleys wegen auf. Die folgende zehnte Sequenz mit ihren insgesamt 65 Einstellungen ist deutlich länger als die vorausgehenden Sequenzen, auch als die bisher längste sieb- te Sequenz.

Sequenz 1o. Die erste Einstellung wird wieder durch eine Überblendung eingeleitet; sie zeigt eine Sonnenuhr und verdeutlicht damit die fortgeschrittene Zeit.

Sie ist der Grundstoff des Lebens. Erster Abschnitt. Eine Plansequenz zeigt die schlafenden Mädchen im Ruheraum, den Scarlett verlassen will, wohl um Ashley aufzusuchen — und nicht ohne noch einmal in den Spiegel geschaut zu haben.

Sie wird dabei Zeugin einer hitzigen Debatte der Männer in einem Raum der unteren Etage. Zweiter Abschnitt. Die Debatte verdeutlicht die politische Situation der Südstaaten un- mittelbar vor dem Bürgerkrieg, eine Situation, die bisher mit dem Stichwort Krieg nur angedeutet worden ist.

Rhett verlässt in der Folge den Raum. Damit endet der erste Teil der Unterredung der Männer. Es folgt als dritter Abschnitt der Sequenz — dazwischengeschnitten ist noch einmal eine Einstellung, die Scarlett als Zeu- gin dieser Gespräche zeigt — die Fortsetzung, ein zweiter Teil dieser Unterredung, wobei es jetzt um Rhett Butler geht.

Eine weitere Komplexion der Handlung also, eine Konfrontation der drei Männer um Scarlett — Ashley, Rhett Butler, Charles Hamil- ton — auf dem politischen Nebenschauplatz der Handlung.

Vierter Abschnitt. Als Ashley Rhett folgen will und die Halle durchquert, ergreift Scarlett die Initiative. Sie bittet Ashley um ein Gespräch und führt ihn dazu in die Bibliothek.

Die Handlung treibt jetzt deutlich einem Höhepunkt zu. Dass die Nachricht von der bevorstehenden Hochzeit der beiden kein Gerücht ist, wird dabei mehr als deutlich.

Nur Scarlett ist nicht bereit, diese Tatsache zu akzeptieren. In der Bibliothek also — vierter Abschnitt der langen zehnten Sequenz — gesteht Scar- lett Ashley ihre Liebe.

Er hält jedoch an seiner Entscheidung für Melanie fest, in der er die ihm ad- äquate Partnerin sieht. Der Dialog endet mit einem Zornesausbruch Scarletts.

Fünfter Abschnitt. Er scheint mir kaum der richtige Kerl für ein, sagen wir, lebenshungriges Geschöpf wie Sie zu sein. Sechster Abschnitt.

Wieder im Treppenhaus, wird sie erneut Zeugin einer Unterredung, diesmal einer Unterredung der Frauen — India, Melanie, die Schwestern — und einer Unterredung, deren Gegenstand sie selbst ist.

Dabei ergreift Melanie ihre, Scarletts, Partei, verteidigt sie, so wie zuvor Ashley Rhett Butler verteidigt hatte.

Wieder zeigt ein Affektbild Scarletts Reaktion. Nachricht vom Kriegsausbruch. Mitten im All- gemeinen Jubel macht Charles Hamilton Scarlett einen Heiratsantrag.

Die lange zehnte Sequenz endet mit der Folge zweier bedeutungsvoller Einstellungen. Wieder eines der eindrucksvollen Affektbilder Scarletts.

Wenige Tage später. Scarlett und Charles Hamilton werden getraut. Es gibt eine kurze, liebevolle Begegnung Melanies mit Scarlett; Ashley hingegen begegnet ihr kühl — er hat ihre Motive für die überstürzte Einwilligung in die Heirat mit dem ungeliebten Charles durchschaut Der Ausbruch des Krieges und Scarletts Heirat mit Charles haben zwar zu einer grundlegend veränderten Situation, jedoch nicht eigent- lich zu einer Lösung geführt.

Scarletts Beziehung zu Ashley ist nach wie vor ungeklärt; ihre künftige Beziehung zu Rhett Butler deutet sich bereits an Die erste Handlungsphase endet mit einer Abblende.

Man kann es auch anders formulieren. Nicht berücksichtigt wurde bei dieser Analyse der der ersten Sequenz vorausgehende Vorspann.

In G ONE WITH THE W IND entfaltet sich der Vorspann in drei Abschnitten: 1 der Vorspann des Films beginnt mit einer dreiminütigen sinfonischen Ou- vertüre.

Die Gepflogenheit, einen Spielfilm mit einer sinfonischen Ouver- türe zu eröffnen — der Ouvertüre einer Oper vergleichbar und nach deren Vorbild entstanden — stammt aus der Stummfilmzeit.

Der Tonfilm hatte dies Auffüh- rungspraxis zunächst adaptiert. Die Tradition der sinfonischen Ouvertü- re zu Beginn eines Spielfilms hat sich teilweise bis in die 6oer Jahre des letzten Jahrhunderts gehalten.

Die letzten mir bekannten Beispiele sind Stanley Kubricks Filme S PAR TACUS aus dem Jahre und 2 OO 1: A S PACE O DYSSEY 2 OO 1: O DYSSEE IM W ELTRAUM aus den Jahren — Beiden Filmen geht in der rekonstruierten Originalfassung, die in den letzten Jahren auch wieder in den Kinos zu sehen war, eine längere Ouvertüre voraus.

Sie ist bei G ONE WITH THE W IND im Ge- gensatz zur Ouvertüre mit bewegten Bildern unterlegt. Auch musikalisch unterscheidet sich dieser zweite Abschnitt des Vorspanns von der Ouver- türe.

Auf die Ouvertüre als einen geschlossenen sinfonischen Satz folgt jetzt ein musikalisches Potpourri, das die wichtigsten Motive der sinfo- nisch angelegten Filmmusik zusammenstellt.

Zu sehen sind zunächst die Selznick-Studios. Der folgende erste Teil der Liste — Titel, Hauptdarstel- ler, Produktionsteam am Ende wird, wie üblich, der Regisseur genannt — zeigt Landschaftsbilder aus dem amerikanischen Süden: grasende Pfer- de, blühende Baumwollfelder, Flusslandschaften etc.

Ein zweiter Teil der Liste nennt dann alle Darsteller, zunächst aufgeteilt auf die drei Haupt- schauplätze der Handlung — Tara, Twelf Oaks und Atlanta — und mit den entsprechenden Bildern unterlegt; danach werden weitere Mitwirkende genannt, die nicht einem der drei Handlungsorte zuzuordnen sind; ihre Namen erscheinen vor einem flammendroten Himmel.

Bildhintergrund: ein symbolisch von Gewitterwolken überzogener Himmel. Dieser dreigeteilte Vorspann ist, wie gesagt, nicht Teil der Exposition, stimmt den Zuschauer jedoch auf das folgende Geschehen ein — dazu dient vor allem die sinfonische Ouvertüre — und führt ihn zugleich an die Handlung heran, in- dem er wichtige Informationen bereit stellt, Informationen, die den Schauplatz, die Figuren und den historischen Hintergrund betreffen.

Wir können den Vorspann damit dem zuordnen, was wir im Ersten Kapitel vgl. Für die Gestaltung des Vorspanns gibt es bestimmte Konventionen, die sich allerdings im Laufe der Filmgeschichte stark verändert haben.

Das ältere Kino kennt eine strikte Trennung von Vorspann und Beginn der Spielfilmhandlung Exposition ; so wie wir es bei G ONE WITH THE W IND beob- achten konnten: Der Zuschauer wird durch den Vorspann emotional auf den folgenden Film eingestimmt — dazu dient vor allem die Musik — und er erhält bestimmte Informationen.

Diese Informationen sind aber noch nicht Teil der Exposition und damit der Spielfilmhandlung. Gegenüber diesem älteren Typus des Vorspanns hat sich seit den 6oer Jahren zunehmend ein jüngerer Typus durchgesetzt, bei dem sich ein gleitender Übergang vom Vorspann zur Exposi- tion, eine Überlagerung oder Verzahnung von Vorspann und Exposition der Handlung beobachten lässt.

Dazu drei Beispiele. Beispiel 1o. Stanley Kubrick: T HE S HINING, Der Vorspann dieses Films besteht aus acht Einstellungen — Luftaufnahmen —, Bildern einer Gebirgsland- schaft, fern aller Zivilisation, verbunden mit einer sukzessiven Bewegung der Kamera in die Tiefe des Raumes: In Einstellung 1 gleitet die Kamera über einen Gebirgssee hinweg.

In dieser vierten Einstellung kommt es zur Über- schreitung der Vegetationsgrenze. Die Verbindung von Kamerabewegung und Objektbewegung im Bild setzt sich auch in den folgenden Einstellungen fort.

In Einstellun 8 gibt die Kamera den Blick auf ein Hotel frei, um sich dann in einer langsamen Kreisbewegung dem Hotelparkplatz zu nä- hern. Erst in den folgenden Sequenzen des ersten Handlungsabschnitts wird deut- lich, was wir hier gesehen haben: die Fahrt des Ex-Lehrers und Schriftstellers Jack Torrance mit seiner Familie in die Berge Colorados.

Es ist eine Fahrt in immer einsame- re, von aller Zivilisation abgeschnittene, immer kältere Gegenden, in die Ein- samkeit und Abgeschlossenheit des Hotels, an einen klaustrophobischen Ort, an dem das grauenvolle Geschehen des Films alsbald seinen Lauf nimmt.

Die sukzessive Kamerabewegung in die Tiefe des Raums hat dabei sowohl eine nar- rative wie eine symbolische Funktion. Die narrative Funktion: Jack Torrance und seine Familie auf dem Weg in das Hotel; die symbolische Funktion: ein Weg in eine Welt der Einsamkeit und der Kälte.

Und mehr noch: Auf den Zuschauer übt diese sukzessive Bewegung in die Tiefe des Raums eine Art Sogwirkung aus; er wird buchstäblich in den Film hineingezogen; ein Verfahren, das Ku- brick im Folgenden immer wieder verwendet — die langen Kamerafahrten, die vor allem den kleinen Danny durch die endlosen Gänge des menschenleeren Hotels begleiten und dabei Danny und mit ihm den Zuschauer unausweich- lich mit den Schreckbildern der Vergangenheit konfrontiert.

Dieser Vorspann hat gewiss rezeptionssteuernde Funktion; er stimmt den Zu- schauer in das folgende Geschehen ein wozu nicht zuletzt auch die Filmmusik Krzysztof Pendereckis beiträgt , und er zieht ihn geradezu in das Geschehen hinein.

Aber er ist darüber hinaus auch der Beginn der Exposition, die sich dann im Folgenden ersten Handlungsabschnitt entfaltet.

Die beiden folgenden Beispiele stammen aus Filmen von Robert Altman. Beispiel Robert Altman: T HE P LAYER, Der Film, vordergründig eine im Hollywood-Milieu angesiedelte Kriminalgeschichte, ist eine Satire auf Hol- lywood, die Altman virtuos ins Bild setzt, indem er die erprobten kinemato- graphischen Mittel des Hollywood-Kinos aufgreift, zitiert und in der Virtuosität der Umsetzung ironisiert.

Das gilt auch für den Vorspann, eine einzige Plan- sequenz von mehr als sechs Minuten Dauer. Diese Plansequenz exponiert das Milieu des Films, den Alltag einer Produktionsfirma: Das erste Bild zeigt ein monumentales Poster, das die Wand eines der Büroräume schmückt und das in monotonen Braun- und Grautönen eine Reminiszenz an die 2oer Jahre ein Filmteam bei der Arbeit zeigt.

Dieses erste Bild der Plansequenz markiert den Beginn des Films, betont seinen fiktionalen Charak- ter und gibt zugleich einen ersten Hinweis auf das Milieu, in dem das folgende Gesche- hen angesiedelt ist.

Eine Rückfahrt der Kamera leitet dann, ausgehend von diesem ersten Bild, die Plansequenz ein. Das Verfahren, das dieser Plansequenz zugrunde liegt, ist relativ einfach.

Die Kamera greift immer wieder die Bewegungen einer Figur oder Figurengruppe im Bild auf und verfolgt sie eine Zeit lang mittels unterschiedlichster Bewegungen.

Tritt dann eine neue sich bewegende Figur oder Figurengruppe ins Bild, wendet sich die Kamera dieser oder diesen zu, um nun sie für eine Weile zu verfolgen Die Perspektive ist dabei durch- weg objektiv, d.

Insgesamt viermal lenkt die Kame- ra während dieser Plansequenz den Blick des Zuschauers auf den Protagonisten des Films, den Hollywood-Produzenten Griffin Mill.

Danach begegnen wir ihm noch dreimal, und zwar dreimal in vergleichbarer Situation. Die Kamera zeigt ihn uns in fast voyeuristischer Weise, indem sie durch die Jalousien eines geschlossenen Fensters blickt, hinter dem Griffin Mill verschiedene Produktions- gespräche führt, denen wir, bei verharrender Kamera, jeweils lauschen können — bis eine Bewegung im Bild das Interesse auf sich lenkt und damit den Fortgang der Planse- quenz einleitet.

Ganz zuletzt, am Ende des dritten Produktionsgesprächs, fällt der Blick der Kamera auf eine Postkarte, die Griffin Mill in der Hand hält.

Allerdings mag man einwenden, dass die Berufsbezeichnungen ohne Hinweise auf den erreichten Sozialstatus Hierarchiestellung nur begrenzt aussagekräftig sind Vgl.

Neuscheler, ebenda. Darstellung 2: Die Berufe von Vätern ausgewählter Chefs von DAX-Unternehmen Unternehmen Name Beruf des Vaters Adidas Kasper Rorsted Professor für Wirtschaft BASF Kurt Bock Hotelier Bayer Werner Baumann Bäcker BMW Harald Krüger Physiker Daimler Dieter Zetsche Bauingenieur Deutsche Bank John Cryan Jazzmusiker Deutsche Post Frank Appel Shampoovertreter Deutsche Telekom Timotheus Höttges Ingenieur Eon Johannes Teyssen Richter Heidelberg Zement Bernd Scheifele Forstbeamter Linde Wolfgang Büchele Bauunternehmer Lufthansa Carsten Spohr Bauingenieur Merck Stefan Oschmann Tierarzt Munich RE Nikolaus von Bomhard Diplom Agraringenieur SAP Bill McDermott Elektriker Siemens Joe Kaeser Fabrikarbeiter Thyssen Krupp Heinrich Hiesinger Landwirt Volkswagen Matthias Müller Rennsportleiter Vonovia Rolf Buch Manager Der Habitus verkörpert die Haltung eines Menschen, seine vor allem von der sozialen Herkunft geprägte Art zu denken und zu handeln.

Entgegen der nahe liegenden Annahme, 2 Die Liste eindrucksvoller Aufstiegsbewegungen bedeutender deutscher Wirtschaftsführer ist länger, als Michael Hartmann lieb sein kann.

Zwei Beispiele aus dem Westfälischen. Im März löste Christian Sewing an der Spitze der Deutschen Bank John Cryan ab Vgl. Darstellung 2. Sewing ist der Sohn eines ostwestfälischen Druckereibesitzers.

Er startete seine Karriere als Finanzmanager mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann in der Bielefelder Filiale der Deutschen Bank.

Von hier aus arbeitete er sich in dieser Firma beharrlich nach oben. So kann es sein, dass sich gewisse kulturelle Vorlieben von der Enge des Herkunftsmilieus befreien mögen, aber andererseits auch Grundhaltungen konstant bleiben.

Diese Überlegungen verweisen uns auf die enge Verknüpfung zwischen der Schichtzugehörigkeit des Aufsteigers und der vor ihm liegenden, bewusst oder unbewusst ins Auge gefassten Streckenlänge seines Avancements.

Man kann Wünsche zurückstellen, lernt, die Ungeduld zu bezwingen, weil Niederlagen zum Erfahrungsschatz der Familie gehören Vgl.

Strenger, S. Im ersten Fall sind wir Zeuge eines Akteurs, der katapultartig über mehrere Etagen hinweg nach oben befördert wird. Das vermeintliche Wunderkind im Sport oder im Showbusiness, der Seiteneinsteiger in der Politik - sie scheinen dem unverhofften Gewinner eines gut gefüllten Jackpots zu ähneln.

Mit einem bisher im Verborgen blühenden Talent ausgestattet, vielleicht auch mit besonderer Ausstrahlungskraft, kommen ihnen Glück und Zufall entgegen.

Sie nutzen weniger ein beharrlich aufgebautes Bildungskapital, sondern die Gunst des Augenblicks. Ich komme auf deren Mobilitätsdisposition gleich noch einmal zurück.

Diesem Muster haften unverkennbar kleinbürgerliche Züge an. Lange Zeit mutete die sozialdemokratisch geprägte 42 Lebenswelt ihrem ehrgeizigen Nachwuchs einen Habitus zu, der die Aufstiegsbemühungen in gewissem Sinne organisationspolitisch einzuhegen versuchte.

Auch heute noch gilt in Teilen von SPD und Gewerkschaften dieses ungeschriebene Gesetz: Die Person kommt nicht zum Amt, sondern das Amt kommt zur Person.

Wen es nach Höherem drängt, der muss sich hinten anstellen. Erst wenn er gerufen wird, darf der strebsame Nachwuchs den Finger heben.

Sich überschlagender Ehrgeiz nährt den Verdacht, hier ginge es einem nicht um die Sache, sondern allein um den persönlichen Vorteil.

Vielleicht schwingt in diesem Karrieremuster noch der Geist der Lehr- und Wanderjahre von Handwerksgesellen früherer Jahrzehnte mit.

Wir haben es hier mit einem zwar belächelten und wohl auch geschmähten Karrieremuster zu tun, das aber lange Zeit organisatorische Stabilität mit individuellem Ehrgeiz versöhnen konnte.

Für unseren Zusammenhang verdient festgehalten zu werden, dass stufenweises Vorankommen die Bereitschaft voraussetzt, kontinuierlich zu lernen, also kulturelles Kapital erst geduldig anzuhäufen, um es später investieren zu können.

Je tiefer wir in den verwickelten Zusammenhang von sozialer Herkunft, Habitus und Mobilitätsdisposition eindringen, umso notwendiger wird es, den Hintergrund gesellschaftlicher Schichtung in die Überlegungen einzubeziehen.

Wo einer steht und wohin er will und — wichtiger noch — ob er überhaupt woanders hin will auf der Stufenleiter des Lebenserfolgs, das verlangt soziologische Begriffsschärfung ebenso wie sorgfältige empirische Erkenntnis.

Welche Erwartungen richten Subjekte an ihre Zukunft hinsichtlich erstrebenswerter Rangpositionen? Folgen wir Pierre Bourdieu, dann steuert der in der Herkunftsschicht angeeignete Habitus auch das soziale Erwartungsniveau Vgl.

Bourdieu Viele von ihnen bewegen sich ein ganzes Erwerbsleben lang im Horizont des gleichen Unternehmens, in dem sie mit Hilfe innerbetrieblicher Weiterbildungsangebote langsam aber sicher empor klettern.

Das ist ganz anders bei den Angehörigen der Unterschicht. Bourdieu hat herausgefunden, dass in diesem Segment häufig gar keine konkreten Zukunftserwartungen bestehen, und wenn, dann zeichnen sie sich durch eine Art unrealistischen Überschwang aus.

Wenn beispielsweise ungelernte Arbeiter davon träumen, dass ihre Kinder es zu bedeutenden Ärzten oder berühmten Anwälten bringen, zeigen sie damit doch nur, wie wenig sie die Mechanismen der Mobilität verstanden haben und dass ihre Phantasien gerade nicht vom Wissen um verfügbare Ressourcen im Wettbewerb um begehrte Positionen beflügelt sind.

Die Gesellschaft jenseits des eigenen Milieus erscheint ihnen nicht als geschichtetes Gebilde abgestufter und an Ressourcen gebundener Lebenschancen sondern als unwegsames Gelände, einem Dschungel gleich, in dem dunkle Mächte regieren und in dem man sich nur verlieren kann.

Ansonsten macht es keinen Sinn, über den Tag hinaus zu denken. Den entscheidenden Unterschied macht, so will es scheinen, die Einstellung zur und die Verfügung über Bildungskapital.

Viele von ihnen haben kaum einen Schulabschluss. Sie leben häufig in materiell bedrückenden Verhältnissen und haben, wenn sie etwa dauerhaft von Arbeitslosigkeit bedroht sind, auch die bittere Erfahrung zu verkraften gehabt, dass ihre womöglich halbherzigen Bemühungen um Bildung und Weiterbildung vergeblich bleiben.

Sie sind häufig misstrauisch, neigen zu Resignation und Rückzug aus sozialen Verflechtungsbezügen. Manche lehnen sich noch trotzig gegen bürokratische Zumutungen auf, andere haben längst resigniert.

Wenn Vater Eribon, von dem uns sein Sohn leider sehr wenig mitteilt, im Angesicht seiner Bauzeichnungen mit dem Schicksal seiner vergeblichen und wohl auch halbherzigen Aufstiegsbemühungen hadert, scheint er in diesem sozialen Segment eingeschlossen zu sein.

Er verkörpert beides, die Aufstiegshoffnung und die Verbitterung 44 über ihr Scheitern. Später, wenn es um die politischen Zukunftshoffnungen von Oliver Nachtwey geht, greife ich diesen Gedanken wieder auf.

Sie verfügen über Bildungskapital, wenn auch sicher in einem recht unterschiedlichen Volumen und daran realistischerweise geknüpfte soziale Zukunftserwartungen.

Sofern sie zur gewerkschaftlichen Solidarität neigen, also zu einer prinzipiell freiwilligen Form kollektiver Aktionsorientierung, haben sie sich noch nicht völlig auf eine individualistische Selbst- und Gesellschaftsdeutung zurückgezogen.

Sie markiert den harten Kern einer sozialen Existenz, ihre ökonomisch schier unverrückbare Grundlage. Was an abstrakten Mobilitätshoffnungen bleibt, macht den Unterschied zur Ständegesellschaft aus.

Was dort als Lebensbestimmung festgezurrt war, enthält hier noch einen Keim von Hoffnung, der sich aber in der Mehrzahl der Fälle als Schein, als Selbstbetrug herausstellt.

Sie setzt individuelle Energien frei, die in fortgesetzte Bildungsanstrengungen umgesetzt werden. Bildung mag mehr Aufstiegschancen versprechen, als die Gesellschaft bereit und in der Lage ist, einzulösen, aber sie trägt doch die Zukunftshoffnungen von sehr vielen Menschen, die in früheren Zeiten allein in kollektiver Auflehnung ihr soziales Heil gesucht haben.

Daraus den Schluss zu ziehen, soziale Klassen gehörten ein für allemal der Vergangenheit an, wäre aber historisch kurzschlüssig. Soviel an dieser Stelle zu den beharrlichen Bemühungen, den Schichtungskategorien in der marxistischen Tradition neues Leben einzuhauchen.

Davon völlig unberührt scheinen die Begriffsakrobatiker in den deutschen Feuilletonredaktionen zu sein. Wenn wir die Schichtungskategorien modisch beliebig verwenden, wozu, wie wir noch sehen werden, auch Reckwitz neigt, weichen wir den hier nahe gelegten Schlussfolgerungen, die sich aus den Feinstrukturierungen der Gesellschaft einerseits und dem Zusammenhang von ökonomischem und kulturellem Kapital andererseits ergeben, zugunsten grober Verallgemeinerungen oder moralischer Empörungsanfälle aus.

Gerade weil die Bildungsdimension in der modernen Wissens- und Mediengesellschaft enorm an Bedeutung gewonnen hat, lohnt es sich, diesen Mobilitätsfaktor im folgenden Teilabschnitt empirisch zu vertiefen.

Das Buch beschäftigt sich mit der Geschichte der Gewerkschaftspresse im grafischen Gewerbe seit am Beispiel der Werdegänge ihrer Redakteure Vgl.

Zimmermann In mehr als eineinhalb Dutzend einfühlsam nachgezeichneten Portraits begegnen uns Personen mit zum Teil recht bewegten Lebensgeschichten.

Im Rahmen des gewerkschaftlichen Wertehorizonts decken sie ein breites Spektrum politischer Grundüberzeugungen ab. Offenbar zog dieser Kernberuf des grafischen Gewerbes immer schon Menschen an, die frühzeitig ein besonderes Gespür für den Umgang mit Sprache ausbildeten, denen es wegen ihrer Herkunft aus dem proletarischen Milieu im weitesten Sinne aber an Möglichkeiten fehlte, sich Bildungskapital anzueignen, das über ihren Facharbeiterbrief hinauswies.

Wen es als Junge an der Schwelle zur Berufsausbildung an die Druckmaschine zog, den mag technisches Interesse geleitet haben, die Aspiranten der Schriftsetzerei zog es mehr ins Literarisch-Künstlerische.

Aber damit nicht genug. Dass sie sich lebhaft in Arbeitergesangvereinen betätigten, war schon fast selbstverständlich.

Das taten die Buchdrucker und Buchbinder im späten Jahrhundert sowie in der ersten Hälfte des Jahrhunderts allerorten auch. Die Schriftsetzer aber, die den Weg in die Gewerkschaftsredaktion fanden, schrieben Gedichte, Festprologe, Theaterstücke und Liedertexte z.

Willi Krahl , sie verfassten Kurzgeschichten Richard Härtel und Novellen Karl Heinke. Arthur Gasch versuchte sich als Karikaturist, und von Ludwig Rexhäuser ist überliefert, dass er seine wirkungsmächtigen Auftritte als Redner vor vollen Sälen mit Zitaten von Schiller, Goethe oder Kleist würzte.

Später verfasste er eine umfangreiche Verbandsgeschichte. Beruflichkeit und künstlerischer Ausdruck im Dienste der Arbeiterbewegung verklammerten sich in einer Weise, die sicher nicht charakteristisch ist für die gesamte gewerkschaftliche Organisationskultur, wohl aber für jenen Ausschnitt in unmittelbarer Nähe zur Kulturindustrie.

Er füllte in der Revolutionsphase nach dem ersten Weltkrieg — JP Säle, wo immer er auftrat. Die Symbiose von radikaler Gesellschaftsveränderung und ganzheitlicher Teilhabe der arbeitenden Menschen an den 3 Wie mir der ehemalige Gewerkschaftsredakteur und Gewerkschaftsvorsitzende Detlef Hensche vor einigen Jahren in einem Interview für ein anderes Buchprojekt mitteilte, hat er als Quereinsteiger in die Organisation Hensche ist von Haus aus promovierter Jurist lange gebraucht, um zu verstehen, dass die Berufsgruppe der Maschinensetzer bis weit in die achtziger Jahre hinein zwar nur eine Minderheit in der Mitgliedschaft verkörperte, zweifellos aber die Tarifpolitik des Verbandes sowie sein inneres Organisationsleben weitgehend dominierte.

Politisch aus einem anderen Holz geschnitzt, fühlte sich auch einer der Vorgänger von Fritz Rück, der ehemalige Schriftsetzer Karl Helmholz — , Kunst und Kultur auf das Innigste verbunden.

Hierzu seien starke Arbeiterkulturorganisationen nötig. Unter nach oben durchlässigeren gesellschaftlichen Verhältnissen hätte es den einen oder anderen womöglich in den professionellen Kulturbetrieb gebracht.

Aber danach waren die Zeiten vor und nach dem ersten Weltkrieg nicht. Für den Tarifstrategen Helmholz war ausgemacht, dass die später von Rück favorisierten Klassenkampfphantasien nur in die Irre führen konnten.

Die Funktionäre der Arbeiterbewegung, und dazu gehörten an herausgehobener Stelle sicher die mit Sitz und Stimme in ihrem Vorstand ausgestatteten Redakteure der Mitgliederzeitschrift der Druckgewerkschaft, waren viele Jahrzehnte lang direkt oder indirekt, leidenschaftlich oder moderat, durchdrungen vom marxistischen Deutungsmuster der Gesellschaft als eines Schauplatzes unversöhnlicher Klassenkämpfe.

Wahrscheinlich reichte den meisten aktiven Gewerkschaftern die moralische Empörung über die offenkundigen sozialen Ungerechtigkeiten in ihrer unmittelbaren Umgebung als Handlungsantrieb aus.

Hinzu kam die periodische Erfahrung von Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit, aus der die Proletarier verarmt, viele Bürgerliche dagegen finanziell gestärkt hervorgingen.

Das ist die eine Seite der Medaille. Betrachten wir aber auch die andere. Womöglich meinten ihre Verfasser, um einem Aufruf zur Demonstration am 1.

Mai die nötige pathetische Würde zu verleihen, reiche schlichte Prosa nicht aus. Und erstrebte nicht auch Rück die Teilhabe der arbeitenden Menschen an Kunst und Kultur?

Zwei Fragen drängen sich dem Soziologen auf. Die zweite Frage betrifft den Habitus der in den Verbänden der Arbeiterbewegung hauptsächlich handelnden Akteure.

Wie versteht er sich in seiner sozialen Identität jenseits wortradikaler Attitüde selbst im Vergleich zu jenen anderen?

Warum eigentlich? An empirischen Fingerzeigen für Abgrenzungsstrategien auch in dieser Region der Gesellschaft hätte es sicher nicht gefehlt. Die gleichen Schriftsetzer, die so emphatisch die Einheit der Arbeiterklasse beschwören konnten, haben ja, wie vor allem Karl Michael Scheriau gezeigt hat Vgl.

Scheriau , immer sorgfältig darauf geachtet, dass der Abstand zwischen ihrem Einkommensniveau und jenem der Buchbinder oder Hilfsarbeiter nicht zu klein wurde.

Es ist noch gar nicht so lange her, da behaupteten die besonders straff organisierten Maschinensetzer, die den Funktionärskörper der alten IG Druck und Papier jahrzehntelang ungeachtet ihrer schwindenden Zahl dominierten, in jeder Tarifrunde ihren Zwanzigprozentvorsprung in der Lohnskala gegenüber allen anderen Berufsgruppen.

Im Streben nach künstlerischem Ausdruck wie beruflicher Qualifizierung lebte die Tradition des Johannes Gutenberg lange fort.

Diese, in der berufsständischen Tradition wurzelnde Seite seiner sozialen Existenz, prägt das Gesellschaftsbild vieler Facharbeiter ebenso wie die Erfahrung kollektiver Unterdrückung durch die industriekapitalistische Dynamik der Verhältnisse.

Ohne Widersprüche geht es beim Ringen um das solidarische Miteinander ebenso wenig ab wie beim ständigen Streit um soziale Gerechtigkeit. Wer diesen hohen Wert der Arbeiterbewegung allein mit dem Ziel der sozialen Gleichheit verknüpft, unterschätzt die Dimension von individuell zurechenbarer Leistung für das Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen.

Leistung aber ist vor allem dann individuell zurechenbar und dadurch eben nicht Resultat vereinheitlichter maschinell hervorgerufener Arbeitsreflexe, wenn sie eng zusammenhängt mit dem kulturellen Kapital eines sozialen Akteurs.

Nadolny , S. Mit kräftiger marxistischer Rhetorik lässt sich diese Differenz nicht einfach leugnen. Wo das Singulare sich entfesselt, wird es Solidarität in allen ihren Varianten schwer haben.

Was in den Zeiten der Gewerkschaftsredakteure Helmholz und Rück ein seltenes Gut war, nämlich der Zugang von Arbeitern zu den Stätten etablierter Bildung, geriet für sie in der Geschichte der Bundesrepublik mehr und mehr in Reichweite.

Mit dem wachsenden wirtschaftlichen Wohlstand und mehr noch mit der schrittweisen Öffnung des Bildungssystems verlor die Klassengesellschaft ihre scharfen Konturen.

Mindestens einige Stufen nach oben zu kommen blieb für eine wachsende Zahl von Menschen nicht länger illusorisch.

Ein einfacher Zahlenvergleich unterstreicht diese Annahme. Hank , S. Nicht einmal vor Institutionen des zweiten Bildungsweges hat diese Umschichtung halt gemacht.

Die zunehmende Bedeutung von Bildung im Sinn des formalisiert angeeigneten Wissens für das gesellschaftliche Ganze wie für individuelle Lebenswege kann niemand ernsthaft leugnen.

Nahles , S. Schulze , S. Doch wenn wir genauer hinsehen, kommt die alte soziale Frage durch die Hintertür wieder herein. Ganz in der Tradition Ulrich Becks verhaftet, schlägt Zygmunt Bauman den Bogen von der Bildung zur Sozialstruktur über die Dimensionen Wissen und Risiko.

Dadurch bleiben die alten Sozialkonflikte, wenn auch in den Hintergrund verschoben, immer noch virulent. In der Risikogesellschaft ist das Grauen zwar allgegenwärtig, aber man kann Radioaktivität nicht riechen und das verseuchte Lebensmittel nicht immer schmecken.

Komplexe Risiken sind nur durch Wissen erfahrbar Vgl. Bauman , S. Relative Sicherheit kann nur der Informierte, der besser Gebildete erlangen Vgl. Nun sind wir, allen positiven Statistikbildern zum Trotz, immer noch weit entfernt von einer Welt der Bildungsgleichheit.

Letztlich haben sich die Gefährdungen für alle nicht durchweg angeglichen, sondern in den sozialen Brennpunkten zusammengeballt.

Verweilen wir einen Moment bei der Begriffsakrobatik der Schichtungstheoretiker unter den Soziologen.

Ich diskutiere an dieser Stelle in aller gebotenen Kürze vier Soziologen, um zwei für unsere eigenen Gedankengänge wichtige Aspekte hervorzuheben, nämlich erstens den schlichten Umstand, dass sich die wirklichen Relationen einer eindeutigen Stratifizierung in den Weg stellen und zweitens, dass wir die sozialen Differenzierungslinien unweigerlich verfehlen, wenn wir der Bildung nicht ihren herausgehobenen Platz zubilligen.

Beginnen wir mit Michael Hartmann. Ihm ging es darum, die These von den beharrlich wirksamen Selbstrekrutierungsmechanismen der herrschenden Wirtschaftselite empirisch zu untermauern.

Das ist ihm zweifellos ein ganzes Stück weit gelungen. Deshalb muss er die inneren Unterscheidungslinien unterschätzen.

Und es setzt sich fort in der geradezu atemberaubend wirkenden Kategorienbildungen für die Erhebungseinheiten seiner Empirie. Gehören sie hinsichtlich ihres Bildungskapitals und der daran geknüpften Aufstiegsdisposition nicht eher zu den Angestellten?

Wie andere nachgewiesen haben vgl. Darstellung 2 , gelingt es immerhin einer beachtlichen Minderheit, sich von ziemlich weit unten bis in die Vorstandsetagen von DaxUnternehmen hinauf zu schwingen.

In Hartmanns Weltbild scheinen solche Mobilitätsbewegungen offenbar ebenso wenig vorgesehen zu sein wie in dem von Didier Eribon.

Deshalb kann er sie mit seinem eindimensionalen, das formale Wissen völlig unterschätzenden methodischen Instrumentarium auch nicht fassen Vgl.

Wir werden später noch sehen, dass die Analyse von Oliver Nachtwey an ähnlichen Defiziten leidet. Ralf Dahrendorfs Blick auf die sozialen Unterschiede in Deutschland ist von derartigen Scheuklappen sicher nicht verstellt.

Sie ist bildungseifrig, aufstiegsorientiert und auch deshalb auf den Lebensstil der Mittelschicht ausgerichtet, in dem mindestens Keimformen von Liberalität und Toleranz lebendig sind.

Wer historisch im Prozess zunehmenden Wohlstands erkennbar zurück bleibt, wird bitter, bis unter die Halskrause voll mit Ressentiments.

Für Dahrendorf hat das bedeutsame politische Konsequenzen. Der Dritte im Bunde der hier aufgerufenen Struktursoziologen ist Gerhard Schulze.

Er macht es sich bei seinen Kategoriebildungen nicht so leicht wie Michael Hartmann, obwohl ihn die Problematik der Konstruktion sozialer Klassen, wie wir gesehen haben, nicht besonders umtreibt.

Als solide operierender empirischer Sozialforscher hat er sich einen Blick für die feinen Striche im Stratifikationsbild der Gesellschaft bewahrt.

Abgesehen von seinen beiden 53 Gruppen höher gestellter Akteure z. Selbstständige und Leitende Angestellte trennt er sauber zwischen den beiden unten und in der Mitte platzierten Populationen.

Bildung macht für sie einen wichtigen Lebenszweck aus, und sei es nur in Gestalt jener beruflichen Bildung und Weiterbildung, von denen sie sich soziales Fortkommen versprechen.

Tatsächlich aber scheint das vielen nicht bewusst zu sein: Während das Messegelände um 12 Uhr Ortszeit fast menschenleer ist, stehen sich die Bürger im 20 Autominuten entfernten Scottsdale die Füsse in den Bauch.

Dutzende von Wählern warten bei Temperaturen von 32 Grad in der Altstadt vor dem Wahllokal. Aufgezeichnet von Marie-Astrid Langer, Phoenix.

Als Sicherheitsmassnahme wegen möglicher Proteste nach der Präsidentschaftswahl ist das Weisse Haus in Washington durch einen zusätzlichen Zaun abgeriegelt worden.

Auf Bildern ist eine weisse, mauerartige Befestigung an der Südseite der Machtzentrale in der Hauptstadt zu erkennen. Teile des Gebiets rund ums Weisse Haus, darunter der Lafayette Park im Norden, waren schon seit dem Sommer teilweise für die Öffentlichkeit gesperrt, wegen Protesten, aber auch wegen Bauarbeiten.

Der amtierende Präsident strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Die Zahlen, die er aus den Gliedstaaten Texas, Arizona oder Florida sehe, seien sehr gut.

Doch stimmt das? Für einen Sieg muss entweder Joe Biden oder Donald Trump Elektorenstimmen auf sich vereinen. Laut den jüngsten Umfragen von Anfang November kann sich Biden auf über Stimmen relativ sicher verlassen.

Trump hingegen muss mit weniger als der Hälfte davon auskommen. Allerdings: Die Lage im demokratischen Lager ist volatiler als bei den Republikanern.

Mehrere Staaten oszillieren zwischen einer Tendenz zu Biden und einer zu einem offenen Rennen. Und hier haben wir noch ein kurzes Video mit Wählerstimmen aus New York und Texas.

Sehen und hören Sie selbst:. Unter dem Jubel von Anwohnern und Schaulustigen hat Trump-Herausforderer Joe Biden am Wahltag das Haus besucht, in dem er seine ersten Lebensjahre verbracht hat.

Joe Biden, 3. In Florida hat First Lady Melania Trump ihre Stimme abgegeben. Die Jährige ging winkend in ein Wahllokal in Palm Beach im umkämpften Gliedstaat.

Mitreisende Journalisten berichteten, Trump sei die einzige Person gewesen, die trotz der Corona-Pandemie keine Maske getragen habe. Präsident Donald Trump hatte seine Stimme bereits frühzeitig Ende Oktober in Florida abgegeben.

Der offizielle Wohnsitz des Paares ist Trumps Luxushotel Mar-a-Lago in Palm Beach. Insbesondere das Maricopa County, in dem auch die Hauptstadt Phoenix und die Universitätsstadt Tempe liegen, könnten massgeblich werden.

Vor dem Tempe History Museum stehen um halb 9 Uhr morgens Ortszeit mehrere Dutzend Wähler an, alle mit Gesichtsmaske, manche auch mit Handschuhen.

Der Jährige studiert in Tempe Kommunikationswissenschaften. Vor vier Jahren habe er für Donald Trump gestimmt, heute werde er Biden wählen, erzählt der grossgewachsene blonde Mann.

Wenige Meter hinter ihm in der Schlange steht eine junge Afroamerikanerin in einem Einteiler mit Leopardenmuster.

Faith Randall studiert Modedesign an der Arizona State University und hätte beinahe vergessen, dass heute die letzte Möglichkeit zum Wählen ist.

Sie traue dem Briefwahlsystem nicht — Umschläge gingen verloren, kämen verspätet an. Auch Randall stimmte für Trump, aber anders als Max wird sie das heute wieder tun.

Jeder Präsident habe acht Jahre verdient, um Dinge wirklich verändern zu können, findet sie. Und für sie persönlich habe sich die Amtszeit Trumps gelohnt.

So galt Virginia früher als ein solcher, zählt aber mittlerweile eher zum demokratischen Lager. Dagegen war der Rostgürtel im Mittleren Westen einst fest in demokratischer Hand.

Trump konnte dann aber überraschend Pennsylvania, Michigan und Wisconsin für sich gewinnen. Ein knapper Ausgang ist in diesen Staaten zu erwarten: Texas, Florida, Pennsylvania, Ohio, Georgia, North Carolina, Arizona, Wisconsin, Iowa, Nevada, New Hampshire, Minnesota, Michigan.

Die Aktienmärkte in den USA legten am Wahltag kräftig zu. Die Anleger zeigten sich optimistisch, dass es doch zu einem klaren Ergebnis bei der Präsidentschaftswahl kommen könnte und vertrauten dabei weitgehend auf Umfragen, welche einen Sieg Bidens prognostizieren.

Eine Rolle spielte dabei auch die Hoffnung auf ein neues staatliches Rettungspaket für die Wirtschaft. Auch in der Schweiz sind die Kurse an der Börse am Tag der amerikanischen Präsidentschaftswahl kräftig gestiegen.

Im Laufe des Tages baute das Börsenbarometer SMI seine Gewinne immer weiter aus. Auch hier hofften die Anleger zunehmend auf einen klaren Sieger in der Nacht auf Mittwoch.

Präsident Donald Trump hat sich uneindeutig zu dem möglichen Szenario geäussert, er könnte bei der Präsidentschaftswahl vor Abschluss der Auszählung aller Stimmen seinen Sieg verkünden.

Aber nur, wenn es einen Sieg gibt. Der Präsident war telefonisch zugeschaltet. Vor allem, dass rund Millionen Amerikaner ihre Stimme per Briefwahl bereits abgegeben haben.

Hauptgrund dafür dürfte die Corona-Pandemie sein. Ob und in welchem Umfang eine solche Briefwahl möglich ist, hängt vom Gliedstaat ab. Von diesen haben viele wegen Corona die Bestimmungen gelockert.

In Kalifornien, Washington, Colorado, Vermont, Utah und Oregon beispielsweise bekommen Wahlberechtigte automatisch einen Wahlzettel zugeschickt.

In anderen Gliedstaaten müssen Wähler dagegen ein Formular ausfüllen und somit Wahlunterlagen beantragen. Teilweise muss dabei auch eine Begründung für die Bevorzugung der Briefwahl angegeben werden.

Am Tag der Wahl wirbt Trump-Herausforderer Joe Biden in seiner Heimatstadt im umkämpften Gliedstaat Pennsylvania ein letztes Mal um Stimmen. Der Jährige reist nach Scranton, seine Frau Jill Biden will im ebenfalls wichtigen Florida nochmals die Wähler mobilisieren.

Bidens Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin, Kamala Harris, reist derweil nach Detroit in Michigan.

P räsident Donald Trump hat nach zuletzt fünf Auftritten am Montag keinen weiteren Wahlkampftermin. In mehreren Gliedstaaten an der Ostküste der USA sind die Wahllokale geöffnet worden.

Um 6 Uhr Ortszeit; 12 Uhr MEZ öffneten viele Lokale zur persönlichen Stimmabgabe in New York, New Jersey, Connecticut, Virginia, Indiana und Kentucky.

Vor einigen bildeten sich lange Schlangen. Weil sich die USA über mehrere Zeitzonen erstrecken, zieht sich die Öffnung der Wahllokale über mehrere Stunden hin.

Nach dem Osten folgen die Staaten im Zentrum des Landes. Im Westküstenstaat Kalifornien öffnen die Wahllokale um 7 Uhr Ortszeit; 16 Uhr MEZ.

Hawaii und Alaska sind die Schlusslichter: Hier können die Wähler ihre Stimme von 18 Uhr MEZ am Dienstag bis 6 Uhr MEZ am Mittwochmorgen abgeben, auf der Inselgruppe der Aleuten sogar noch eine Stunde länger.

Heute wird nicht nur der Präsident der USA gewählt, sondern auch alle Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 Senatssitze 33 Sitze regulär sowie 2 Nachwahlen stehen zur Disposition.

Die Demokraten konnten in den Zwischenwahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus erobern und verfügen seither über Sitze, die Republikaner über Dass die Demokraten ihren Vorsprung dort einbüssen, gilt als unwahrscheinlich.

Anders dagegen im Senat, wo die Republikaner ihre Mehrheit verteidigen müssen. In der köpfigen Kammer wird alle zwei Jahre ein Drittel der Sitze erneuert.

Die Republikaner mit derzeit 53 Sitzen müssen 23 Sitze verteidigen, während von den Demokraten nur 12 Sitze zur Wahl stehen. Eine klare Niederlage Trumps könnte für seine Partei auch den Verlust der kleinen Kammer bedeuten.

Die Stimmbürger in den USA wählen ihren Präsidenten. Doch das tun sie eben nicht direkt. Sie geben ihre Stimme zwar für Joe Biden oder Donald Trump ab, doch gewählt werden dabei sogenannte Wahlmänner.

Diese — insgesamt Männer und Frauen — wählen erst ein paar Wochen später den Präsidenten. Dann wurde mir bewusst was gerade passiert war.

Martin Fucking Luther! In meiner Wohnung. Am liebsten hätte ich mich wieder in die Bewusstlosigkeit zurückgezogen. Dieser Mann sollte seit Jahrhunderten tot sein!

Mein Ziehvater warf einen Blick auf Luther. Er versuchte meine Hand zu fassen. Ich wich entsetzt zurück. Was zur Hölle war hier los?

Der Mensch der hier vor mir stand konnte doch unmöglich ein Alien sein. Oder doch? Ich dachte an die Gleichungen und die Portale. Ich war verwirrt, zerrissen, komplett durcheinander.

Ach was, ich war ein nervliches Wrack. Er fuhr zurück. Wir versuchen hier eine Geschichte zu schreiben und Fabian Freihstampfer ist eine Hommage.

Den Begriff schon mal gehört? Stefanie, bitte! Das ist alles zu viel für mich! Ich komm da nicht mehr mit! Ich kann das einfach alles nicht glauben!

Sie unterbricht ihren Redefluss abrupt und sieht mich leicht fragend an. Mir ist immer noch schwindelig und das letzte, was ich jetzt noch gebrauchen kann, ist eine Frau, in die ich mich verliebe.

Wenn auch nur die Hälfte davon stimmt, was sie eben erzählt hat, dann ist sie eine Top-Physikerin, Nachfahrin des berühmten Heisenberg und dann auch noch mit diesem bekannten Astronom quasi verwandt.

Solche Frauen machen einen wie mich eigentlich immer unglücklich. Ich weiss das und trotzdem… Die Tannen um uns herum rauschen leise.

Ein leichter Wind kommt auf und weht ihr eine ihrer blonden Haarsträhnen ins Gesicht. Am Himmel sind jetzt die ersten Sterne zu sehen. Ich erkenne Vega und Deneb und dann fällt mir plötzlich ein, dass ich mich ihr noch gar nicht vorgestellt habe.

Verdammtes Schwindelgefühl. Ich brauche jetzt dringend eine Zigarette und eigentlich auch einen Whisky. Ich krame etwas nervös in meiner Jackentasche herum und suche die Schachtel und das Feuerzeug.

Verdammt, sie sind nicht da. Wahrscheinlich habe ich sie vorhin bei dem Sprint durch den Wald irgendwo verloren, denke ich und ein leichtes Gefühl von Verzweiflung schleicht sich durch meinen Körper.

Auch das noch… Andererseits fände sie es bestimmt nicht so cool, wenn ich jetzt rauchen würde. Frauen wie Stefanie rauchen grundsätzlich nicht, sagt mir meine Erfahrung.

Sie ist dazu auch viel zu fit, so wie sie vorhin losgesprintet ist. Ich musste an den alten Otto-Film denken und lächelte.

Dann stutzte ich. Er hob sein Smartphone und zeigte mir das Display. Und wieso duzte ich den Mann überhaupt? Ich kannte ihn doch gar nicht. Wir sind noch nicht sicher.

Falls es sowas wie Sicherheit überhaupt noch gibt. Wir müssen nach Leipzig. Da gibt es einen abgeschirmten Raum.

Da können wir die Tasche verstecken. Und jetzt komm, hier ist sicher irgendwo eine Strasse. Der Schlag war gewaltig. Es war als würde sich der Wald hinter uns einfach auflösen und sich in alle Richtungen verteilen.

Ich wurde von Steinen und Splittern getroffen und blutete aus mehreren kleinen Wunden. Bertram erging es deutlich schlechter. Ein Ast steckte in seinem Bein und ragte eine Handbreit heraus.

Ich rappelte mich auf und schleppte mich zu ihm. Er atmete noch, schien aber bewusstlos zu sein. Ich zog meine Bluse aus und riss sie in Streifen.

Notdürftig säuberte ich sein Gesicht und versuchte die Wunde an der Stirn zu verbinden. Ob dieser Behandlung erwachte er aus seiner Bewusstlosigkeit als ich gerade den Knoten des Verbands zumachen wollte.

Meine nicht gerade kleine Oberweite hing praktisch direkt vor seinem Gesicht. Ich sah mich verzweifelt um.

Der Ort des Impakts war plattgewalzt. Zu Staub zermahlen. Dem Erdboden gleichgemacht. Was nun? Ich war furchtbar erleichtert als ich die Hubschrauber sah.

Hier sind wir! Erfolglos wie es schien. Nach einer endlos langen Zeit, nüchtern betrachtet waren es wohl nur ein oder zwei Minuten, drehte einer der Helikopter ab und flog in unsere Richtung.

Nachdem er sich anscheinend überzeugt hatte, dass wir harmlos sind setzte er zum Landeanflug an. Bertram, wohl vom Lärm geweckt, versuchte sich aufzusetzen.

Oberstleutnant Sanftleber war nicht amüsiert als man ihn telefonisch aus dem Bett klingelte. Er hatte Urlaub genommen um nach dem anstrengendem Manöver in Polen endlich mal wieder richtig einen draufzumachen und dann weckte man ihn um 14 Uhr, also praktisch mitten in der Nacht.

Schlaftrunken hob er den Hörer des Diensttelefons ab. Jetzt wo ich darüber nachdenke, Florian kann man 60 und 59 vertauschen?

Und plötzlich wieder eine Detonation, ein unglaublicher Krach. Ich sehe noch, wie alles mögliche durch die Luft fliegt, Äste, Steine, einfach alles um uns herum sich in einem gewaltigen Strudel aufzulösen scheint und dann werde ich von irgendetwas getroffen, mit einer enormen Wucht und werde umgeworfen.

Ich lande hart auf dem Waldboden und ein höllischer Schmerz, zuerst am Kopf, breitet sich aus bis in mein linkes Bein. Verdammt, tut das weh!

Und dann bin ich wohl schon wieder ohnmächtig. Doch diesmal sehe ich keine Sterne. Ich sehe gar nichts mehr, nur noch schwarz. Und ein fürchterliches Brausen dröhnt in meinen Ohren.

Mir ist schlecht, die Schmerzen im Kopf sind kaum auszuhalten. Ich will schreien, aber irgendwie schafft es kein Laut über meine Lippen. Dann plötzlich kann ich wieder sehen.

Sie beugt sich über mich und fingert an meiner Stirn herum. Ich bin so erleichtert sie zu sehen. Ich nuschele irgendwas.

Dann sehe ich, dass sie ihre Bluse ausgezogen hat und in diesem Moment ist mir klar, dass dies nicht real sein kein. Warum sollte sie ihre Bluse ausziehen?

Wenn ich eins gelernt habe, in den 41 Jahren, die ich nun schon auf diesem Planeten wandele, dann das: Frauen wie Stefanie ziehen nie einfach so ihre Bluse aus und beugen sich über mich.

Ich gehe also davon aus, dass dies nur einer dieser üblichen Wunschträume sein kann und ich alles andere als wach bin. Andererseits fühlen sich die Schmerzen wirklich sehr real an.

Das Brausen in meinen Ohren wird weniger und nun höre ich ein anderes Geräusch, Schrapp-schrapp-schrapp. Ich blicke zum Himmel und dann sehe ich ihn: Ein Hubschrauber!

Er nimmt direkt Kurs auf uns und Stefanie schwenkt irgendeinen Fetzen — ihre Bluse? Ich bin mehr als verwirrt. Das alles wirkt so real.

Sollte dies doch kein Traum sein? Ich versuche mich aufzusetzen. Meine Güte tut mein Kopf weh. Ich will sofort eine Schmerztablette! Und am besten noch einen Whisky dazu.

Etwas warmes, klebriges läuft über mein Gesicht — Blut. Oh mein Gott, mein Kopf blutet total stark, mir wird schon wieder schwindelig.

Eine Kopfschmerztablette reicht in diesem Fall nicht, wird mir plötzlich klar. Ich brauche was Stärkeres.

Der Hubschrauber setzt zur Landung an und zwei Männer springen heraus und laufen auf uns zu. Ich hoffe, dass sie mir eine Spritze geben, damit dieser fürchterliche Schmerz endlich aufhört und dann will ich nur noch schlafen.

Alles um mich herum schwankt und ruckelt, ich liege auf einer Trage. Es ist furchtbar laut und ich erkenne verschwommen einige Gesichter um mich herum.

Aber keine Angst, es ist alles in Ordnung. Sie sind in Sicherheit. Wir bringen Sie jetzt mit dem Hubschrauber ins nächste Krankenhaus nach Leipzig.

Aus dem Hubschrauber sprangen zwei Soldaten noch bevor er ganz aufgesetzt hatte und liefen auf uns zu. Da wurde mir ein Erscheinungsbild bewusst.

Muss ja niemand wissen, dass ich kleine Rosa Elefanten auf dem BH habe! Meine Hände zuckten nach oben um die Peinlichkeit zu bedecken. Der andere kam zu mir.

Glaubte er ich hätte gerade den Wald gesprengt oder sowas? Bitte, Sie müssen uns helfen. Mein … Bekannter muss in ein Krankenhaus und ich muss dringend meine Tasche in Sicherheit bringen.

Ich sah mich um. Gibt es da irgendwelche Trigger-Wörter? Ich sah mich panisch um. Wo konnte sie nur sein? Da packte mich der Soldat am Arm. Wir bringen in ein Krankenhaus.

Wir müssen los. Oder wollen Sie dass der da verblutet? Ich wehrte mich trotzdem. Doch an seinem Gesicht sah ich damit würde ich nicht durchkommen.

Sie haben ein paar Fragen zu beantworten. Derweil kümmerten sich der Ersthelfer und ein weiterer Soldat darum Bertram in die Maschine zu schaffen.

Er wird es schon überleben. Er scheint stabil zu sein. Als ich die Augen aufschlage, ist zur Abwechslung alles um mich herum weiss.

Ich blinzele und ganz langsam ergibt sich in dem blendenden Licht ein Bild. Links von mir ist ein Fenster mit einer hochgezogenen Jalousie.

Ich liege in einem Bett, soviel steht fest und offensichtlich bin ich alleine in diesem Zimmer. Und — oh, mein Kopf… Der Schmerz ist noch da, aber nicht mehr so höllisch wie zuvor.

Ich erinnere mich langsam wieder an das, was im Thüringer Wald passiert ist — der Zug, die Lichter am Himmel, die Explosionen, Stefanie, der Hubschrauber, der Lärm, fremde Gesichter um mich herum.

Welch ein Chaos! Vorsichtig taste ich mit einer Hand an meinem Kopf herum. Da scheint ein Verband zu sein. Gut so. Mein linkes Bein tut auch weh, auch da befindet sich ein Verband.

Und wenn ich irgendetwas wirklich hasse, dann sind es solche Kanülen. Ich versuche vorsichtig, mich im Bett aufzurichten.

An der gegenüberliegenden Wand ist eine Tür. Sie ist geschlossen. Ich lausche angestrengt und versuche, irgendwelche Geräusche zu identifizieren.

Aber ausser einem leisen Summen höre ich nichts, keine Stimmen, keine Schritte, alles ist ruhig. Wie spät mag es wohl sein?

Hoffentlich kommt möglichst schnell jemand. Ich muss unbedingt wissen, wo Stefanie ist und ob es ihr gut geht.

Ich erinnere mich dunkel an eine wilde Geschichte, die sie mir erzählt hat. Und ich weiss noch, dass sich das alles völlig unglaublich anhörte.

Dann öffnet sich plötzlich die Tür mit einem ordentlichen Schwung und eine Frau in einem weissen Kittel betritt das Zimmer.

Oberstleutnant Sanftleber sass an seinem Schreibtisch und kämpfte immer noch mit seinem Kater als es an der Tür klopfte.

Die Tür schallgedämmte öffnete sich und sein Adjutant trat herein. Ich finde sie sollten sie sich vielleicht anhören.

Ich antworte erstmal nicht. Können Sie mich hören, können Sie mich erkennen? Wir haben Sie vor ein paar Stunden operiert.

Ich kann sie beruhigen, die Operation ist erfolgreich verlaufen. Sie hatten eine ordentlich blutende Schnittwunde an der Stirn, die wir nähen mussten, aber alles halb so schlimm.

Und dann ist Ihre linke Wange verletzt, ein kleines Loch, auch das ist nicht so schlimm, aber wahrscheinlich in nächster Zeit etwas lästig für Sie.

Am Bein haben Sie ebenfalls eine Verletzung, die wir versorgt haben. Und Sie haben eine Gehirnerschütterung erlitten. Deshalb müssen wir Sie vorerst auch zur Sicherheit hierbehalten, damit wir den Verlauf beobachten können.

Ist Ihnen schwindelig? War sie nicht mit im Hubschrauber? Aber ich kann ja mal nachfragen. Ich lasse Sie jetzt erstmal wieder alleine.

Ruhen Sie sich aus und wenn Sie etwas brauchen, klingeln Sie einfach. Gehirnerschütterung — Mist! Ich habe eigentlich nicht die geringste Lust, die nächsten Tage in diesem Krankenhaus zu verbringen.

Ich hasse Krankenhäuser. Was ich jetzt wirklich bräuchte, wäre erstens, was zu trinken, zweitens eine Zigarette und drittens Stefanie. Ob sie wohl auch hier ist?

Ich muss das so schnell wie möglich herausfinden. Hier stand ich also. Mit einer riesigen Beule am Kopf und gewandet in eine alte olivgrüne Uniform die meiner Figur nicht unbedingt schmeichelte.

In einem kargen grauen Raum mit flackernder Neonbeleuchtung. Der einzige Einrichtungsgegenstand war war ein abgeranzter Tisch mit verkratzter grüner Resopaloberfläche und zwei Stühlen die aussahen als hätte man sie aus dem Bestand einer geschlossenen ostdeutschen Schule aufgekauft.

Der Flug war höllisch gewesen. Wir waren noch keine 20 Minuten in der Luft als ein dritter Schlag die Gegend um Eisenach traf.

Die Rotoren heulten auf als uns die Druckwelle traf und uns in Richtung Boden drückte, der Helikopter neigte sich gefährlich zur Seite und konnte sich gerade noch abfangen.

Die Soldaten diskutierten aufgeregt. Bertram wurde von einem medizinischen Team abgeholt und ich wollte mit aussteigen, doch ich durfte nicht.

In Eisenach krabbelte Erika Steinbach, Mutter zweier Kinder und verheiratet mit Thorsten Steinbach, Dachdeckermeister aus den Trümmern ihres Hauses und sah sich um.

Blut lief ihr aus den Ohren. Sie hustete eine Ladung Staub aus. Halb Eisenach lag in Trümmern. Und nicht nur die Stadt, auch die umliegende Umgebung.

Zerschmetterte Bäume, plattgedrückte Kühe auf den Feldern, Rauch und Feuer überall zeichneten eine Vernichtungszone die kreisförmig zu sein schien.

Ich setzte mich auf den Pennälerstuhl und versuchte mich zu entspannen. Das erste mal Ruhe seit wie vielen? Es musste mittlerweile schon früher morgen sein.

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